Homey hat mit 81 neuen Apps einen Rekord-Dezember hinter sich. Für die Energie-Automation sind davon vor allem zwei Dinge relevant: der endlich saubere Support für mmWave-Präsenzmelder und neue Integrationen für PV- und Energiemanagement. Das lohnt einen genaueren Blick.
mmWave-Präsenzmelder: endlich richtig unterstützt
Die wichtigste Neuerung für Energie-Automationen: Homey unterstützt jetzt offiziell den Aqara FP2 (in manchen Märkten als FP300 verkauft) und den SwitchBot Presence Sensor. Beide arbeiten mit mmWave-Radar, beide sind inzwischen in Homeys Best Buy Guide gelistet.
Warum das energetisch etwas bringt? Weil belastbare Anwesenheitserkennung die Grundlage jeder Automation nach Raumbelegung ist. Klassische PIR-Bewegungsmelder erkennen nur Bewegung. mmWave-Sensoren erkennen Anwesenheit – auch dann, wenn Sie regungslos auf dem Sofa sitzen und lesen.
Was Sie damit automatisieren
- Heizen und Kühlen pro Zone: Kein Heizen leerer Räume mehr. Der mmWave-Sensor sagt Ihnen, ob wirklich jemand im Raum ist – und nicht nur durchgelaufen ist.
- Licht ohne Winken: Das Licht bleibt an, solange Sie arbeiten, und geht aus, wenn Sie gehen. Kein Herumwedeln vor dem Sensor mehr.
- Standby im Griff: Die Fernseh-Ecke schaltet komplett ab, wenn seit 30 Minuten niemand mehr im Wohnzimmer war.
Der Aqara FP2 kostet rund €60 bis €70 und deckt einen Raum gut ab. Die SwitchBot-Variante ist etwas günstiger, braucht aber deren Hub. Beide lassen sich jetzt problemlos in Homey Pro einbinden.
IKEA mit Matter over Thread: smartes Licht zum Sparpreis
Die neuen KAJPLATS-Leuchtmittel von IKEA werden über Homeys Matter-Integration vollständig unterstützt. Sie sprechen Thread, bilden also ein Mesh-Netz und brauchen außer Ihrem Homey Pro keine weitere Bridge.
Für die Energie-Automation ist der Reiz simpel: günstige, zuverlässige Leuchtmittel, die Sie planen und automatisieren können. KAJPLATS-Lampen liegen bei €8 bis €12 pro Stück und damit deutlich unter vergleichbaren Modellen von Philips Hue.
In Kombination mit Präsenzmeldern haben Sie damit ein Licht, das sich nach der Raumbelegung richtet, ohne dass es teuer wird. Die Logik übernimmt Homey; die Lampen müssen nur verlässlich reagieren.
Neue Apps für das Energiemanagement
Der Dezember hat mehrere energienahe Apps in den Homey App Store gebracht:
Sigenergy-Integration
Sigenergy baut Hybrid-Wechselrichter und Speichersysteme, die in Europa gut laufen. Die neue Homey-App liest Erzeugung, Verbrauch und Ladezustand aus – und lässt Sie Automationen daran hängen.
APsystems-Solarmodule
Wer APsystems-Mikrowechselrichter einsetzt, bekommt jetzt eine eigene App, die Leistung und Erzeugung direkt nach Homey holt. Praktisch für PV-getriebene Automationen wie „Spülmaschine starten, sobald die Erzeugung über 2 kW liegt“.
Fronius GEN24 per Modbus steuern
Fortgeschrittene mit einem Fronius GEN24 können den Wechselrichter jetzt über Modbus TCP ansprechen. Damit werden anspruchsvollere Speicherstrategien möglich – etwa erzwungenes Laden bei negativen Börsenpreisen oder eine Begrenzung der Einspeisung zu Spitzenzeiten.
Spot Scheduler
Diese App plant Geräte nach den Spotpreisen für Strom. Wenn Sie einen dynamischen Stromtarif haben – in Europa immer verbreiteter – ist das genau die Art Integration, die sich von selbst bezahlt.
Sie wollen ein vollständiges Energiesystem aufbauen? Unser Energy-Dashboard-Guide deckt Home Assistant und Homey ab, mit einsatzfertigen Automationen und Dashboard-Konfigurationen.
Was das für Ihr Setup heißt
Wenn Sie Homey für die Energie-Automation einsetzen, bleibt praktisch das:
- mmWave-Sensoren lohnen sich in Räumen, in denen Sie längere Zeit sitzen (Büro, Wohnzimmer). Die Bandbreite an möglichen Automationen wächst dadurch erheblich.
- IKEA KAJPLATS ist für Homey-Nutzer jetzt eine ernsthafte Budget-Option. Dank Thread reagieren die Lampen schnell und stabil.
- Prüfen Sie, ob es für Ihre PV- oder Speicheranlage inzwischen eine App gibt. Das Ökosystem wächst gerade rasant.
Nicht alle 81 Dezember-Apps drehen sich um Energie, aber die, die es tun, zeigen: Homey wird als Plattform für Energiemanagement ernsthaft erwachsen. Allein die Unterstützung für Präsenzmelder ist ein guter Anlass, Ihre Automationsstrategie noch einmal zu überdenken.
Homey oder Home Assistant für Energie?
Der kurze Vergleich für alle, die noch zwischen den Plattformen schwanken:
- Homey Pro: schneller eingerichtet, runde App-Erfahrung, kuratierte Geräteunterstützung. Ideal, wenn es einfach laufen soll.
- Home Assistant: mehr Freiheit, deutlich größere Integrationsauswahl, steilere Lernkurve. Ideal, wenn Sie maximale Kontrolle wollen.
Die entscheidenden Geräte für die Energie-Automation beherrschen inzwischen beide Plattformen. Ihre Wahl hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit Sie ins Konfigurieren statt ins Nutzen stecken wollen. Wenn Sie zu Home Assistant tendieren, zeigt unser kompletter Guide zum Energy Monitoring mit Home Assistant, was dieses Setup tatsächlich bedeutet—Hardware, Sensoren und die Dashboard-Arbeit, die Homey Ihnen abnimmt.
Unsere Guides behandeln beide Plattformen—denn die Automationsstrategien funktionieren unabhängig davon, welche Zentrale bei Ihnen läuft.
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Hinweis: Der Guide selbst ist auf Englisch — wie die Home-Assistant-Dokumentation. Die Website und der Support sind auf Deutsch.
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