Neues Jahr, neue Stromrechnung. Wer Home Assistant im Haus hat, sitzt auf Automationspotenzial, das die wenigsten je heben. Der Unterschied zwischen Bastelei und echter Ersparnis liegt genau hier: bei Automationen, die laufen, ohne dass Sie je wieder daran denken müssen.
Ich habe mein Energie-Setup über ein Jahr lang immer weiter verfeinert. Fünf Automationen bringen dabei zuverlässig das beste Verhältnis aus Aufwand und Ersparnis. Was sie tun – und warum sie funktionieren.
Über €300 Sparpotenzial pro Jahr
Und das mit nur 5 grundlegenden Automationen. Ein vollständiges Beispiel finden Sie unten, dazu die Konzepte hinter den anderen vier.
1. Standby-Killer
Fernseher, Soundbar und Spielkonsole ziehen im Standby 15 bis 30 Watt – und das über 20 Stunden am Tag. Macht €25 bis €70 im Jahr für exakt nichts. Rechnen Sie das auf den ganzen Haushalt hoch, und es wird richtig teuer.
Die Lösung: Strom abschalten, wenn ein Gerät zehn Minuten lang aus war, und rechtzeitig vor der üblichen Nutzung wieder freigeben.
# Standby-Killer - Wohnzimmer-Entertainment
alias: "Standby Killer - TV"
trigger:
- platform: state
entity_id: media_player.living_room_tv
to: "off"
for: "00:10:00"
condition:
- condition: time
after: "23:00:00"
before: "06:00:00"
action:
- service: switch.turn_off
target:
entity_id: switch.tv_plug
Diese eine Automation spart €25 bis €70 im Jahr. Dazu brauchen Sie noch ein Gegenstück, das den Strom vor den üblichen Nutzungszeiten wieder freigibt – werktags abends, am Wochenende vormittags.
Eine Automation. Simpel. Wirksam. Einmal eingerichtet, danach vergessen – und jede Nacht sparen.
2. Geräte im günstigen Zeitfenster
Wer einen dynamischen Stromtarif oder einen Tag-/Nachttarif hat, verschenkt hier sonst bares Geld. Ihrer Spülmaschine und Ihrer Waschmaschine ist es egal, wann sie laufen. Ihrem Konto nicht.
Das Prinzip: Sie legen einen Wartezustand an. Wenn Sie die Spülmaschine einräumen, markieren Sie sie als wartend. Die Automation beobachtet die Strompreise und startet das Gerät, sobald der Preis unter Ihre Schwelle fällt.
Sparpotenzial: €50 bis €100 im Jahr, je nach Preisspanne Ihres Tarifs und Nutzungsverhalten.
Vollständiges YAML verfügbar
Die komplette Automation mit Preisschwellen, Benachrichtigungen und Sicherheits-Timeouts liegt unserem Energy-Dashboard-Guide bei.
3. Abwesenheitsmodus
Ein leeres Haus auf 21 °C zu heizen ist reine Verschwendung. Diese Automation erkennt, wenn alle aus dem Haus sind, senkt die Heizung, kappt Standby-Verbraucher und schaltet auf Wunsch die Alarmanlage scharf.
Das Prinzip: Sie nutzen eine Anwesenheitsgruppe (Smartphones, person-Entitäten, Türsensoren). Steht die Gruppe 15 Minuten oder länger auf "not_home", laufen die Sparmaßnahmen an. Die Verzögerung verhindert Fehlauslösungen, wenn jemand nur den Müll rausbringt.
Sparpotenzial: €30 bis €60 im Jahr, deutlich mehr, wenn Sie viel unterwegs sind.
4. Nachtabsenkung
Drei Grad Absenkung über Nacht (20 °C → 17 °C) sparen typischerweise 10 bis 15 Prozent Heizenergie. Sie schlafen ohnehin – Sie merken es nicht. Ihre Abrechnung schon.
Das Prinzip: zeitgesteuerte Temperaturwechsel, die zwischen Arbeitstagen und Wochenende unterscheiden. Um 23:00 Uhr absenken, werktags um 06:00 Uhr wieder anheben, am Wochenende erst um 08:00 Uhr. Der workday-Sensor von Home Assistant berücksichtigt Feiertage von allein.
Sparpotenzial: €40 bis €100 im Jahr, abhängig von Heizsystem und Klima.
5. Warnung bei hohem Verbrauch
Diese Automation spart kein Geld direkt. Sie macht Ihnen bewusst, wann gerade richtig viel Strom durchgeht. Bewusstsein ändert Verhalten. Verhalten ändert die Rechnung.
Das Prinzip: Sie überwachen die Gesamtleistung des Hauses. Übersteigt der Verbrauch fünf Minuten lang 150 Prozent Ihres Normalwerts, geht eine Benachrichtigung raus. Die Meldung soll Ausreißer erwischen – ein vergessenes Gerät, einen Defekt – und nicht das Abendessen.
Das ist die eine Automation, hinter der echte Hardware stehen muss: ein Gesamtverbrauchswert, dem Sie trauen können, plus genug Historie, um Ihren Normalwert überhaupt zu kennen. Falls das noch fehlt, erklärt unser kompletter Guide zum Energy Monitoring mit Home Assistant, welche Zähler und welches Sensor-Setup diese Warnung aussagekräftig statt nervig machen.
Der Nutzen: Sie erkennen Probleme, bevor sie teuer werden. Ein einziger Hinweis auf einen vergessenen Heizlüfter bringt mehr als ein ganzer Monat Standby-Killer.
Diese 5 Automationen sind erst der Anfang. Unser Energy-Dashboard-Guide enthält 6 vollständige Copy-and-paste-Automationen plus 10 dokumentierte Automations-Muster – samt der Architektur, die sie zu einem System zusammenspielen lässt.
Warum ausgerechnet diese fünf?
Ich habe Dutzende Energie-Automationen ausprobiert. Diese fünf haben das beste Verhältnis von Aufwand zu Ersparnis. Und sie sind grundlegend: Jede funktioniert für sich, gemeinsam werden sie deutlich stärker.
Genau das übersehen die meisten Anleitungen. Einzelne Automationen sind nützlich. Ein System aus Automationen, die sich Sensoren, Helfer und Logik teilen? Da beginnt die echte Optimierung.
Das größere Bild
Diese 5 Automationen sind der Einstieg. Zum vollständigen Energiemanagement gehören außerdem:
- 6 vollständige Copy-and-paste-Automationen plus 10 dokumentierte Automations-Muster (statt 5)
- Fenster-offen-Erkennung, die die Heizung sofort pausiert
- Urlaubsmodus, der alles auf das Minimum herunterfährt
- preisgesteuerte Planung, die über "günstig/teuer" hinausgeht
- Dashboards, die auf einen Blick zeigen, wo Sie stehen
- die Architektur, die alles zusammenhält
Die einzelnen Automationen zählen. Das System zählt mehr.
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6 vollständige Copy-and-paste-Automationen plus 10 dokumentierte Automations-Muster. Produktionsreifes YAML. Durchdachte Dashboards. Die Architektur, die es zusammenhält. 65 Seiten, 24 Monate Kompatibilitäts-Updates inklusive.
Hinweis: Der Guide selbst ist auf Englisch — wie die Home-Assistant-Dokumentation. Die Website und der Support sind auf Deutsch.
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Fangen Sie heute an
Kopieren Sie sich die Standby-Killer-Automation von oben. Richten Sie sie am Wochenende ein. Und sehen Sie zu, wie Ihre Grundlast sinkt.
Eine Automation. Zehn Minuten. Echte Ersparnis.
Auf ein gutes 2026.